Wie organisches Harz zu fossilem Mineral wurde — die Entstehungsgeschichte des baltischen Bernsteins und seine Verbreitung entlang der deutschen Ostseeküste.
Baltischer Bernstein entstand vor rund 44 Millionen Jahren aus dem Harz von Nadelwäldern. Dieser Leitfaden erklärt seine geologische Entstehung, typische Inklusionen und wie sich echter Bernstein von Imitaten unterscheidet.
Zur Geologie
Von der geologischen Entstehung bis zu praktischen Bestimmungsmethoden an der Küste.
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Baltischer Bernstein wird in der Mineralogie als Succinit bezeichnet. Dieser Name leitet sich vom lateinischen succinum ab und bezieht sich auf seinen Gehalt an Bernsteinsäure (Succinssäure), die in anderen Bernsteinarten so nicht vorkommt.
Succinit entstand hauptsächlich im Eozän, vor etwa 34 bis 44 Millionen Jahren. Die ursprüngliche Waldregion, aus der das Harz stammte, wird in der Forschung als das „Bernsteinwaldgebiet“ bezeichnet und lag vermutlich im heutigen Skandinavien und Norddeutschland.
Mehr zur Geologie
Kunstharz, Glas und Plastik werden häufig als Bernstein verkauft. Einige einfache physikalische Tests können dabei helfen, echten Bernstein zu erkennen: Salzwassertest, UV-Licht und der Nadeltest geben erste Hinweise.
Verlässliche Ergebnisse liefert jedoch nur die Infrarotspektroskopie (FTIR), die das charakteristische Succinit-Spektrum eindeutig nachweist. Gemmologische Institute führen diese Untersuchung routinemäßig durch.
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